4. Deutscher Strohbautag – Verden

So viel Energie habe ich im Strohbau selten erlebt. 🌾

Der 4. Deutscher Strohbautag in Verden von der FASBA – Fachverband Strohballenbau Deutschland e.V war ein echtes Highlight mit intensive Gespräche, Projekte und Kooperationen. Nach allem, was bereits geschaffen worden ist, liegt noch immer viel Potenzial vor uns. Genau diese Mischung macht den Strohbau für mich als Architekt so spannend.

Gleichzeitig zeigt neue Forschung aus
Schweden, wie groß die Unterschiede zwischen alten Wäldern und bewirtschafteten Wäldern sind. Die Studie (Science, DOI: 10.1126/science.adz8554) macht deutlich, dass die Umwandlung von Naturwäldern in Produktionswälder langfristig zu erheblichen Verlusten an Kohlenstoffspeicherung führt, vor allem im Boden und im organischen Material, neben dem Verlust von wertvollem Lebensraum für eine große Artenvielfalt.

Gerade deshalb ist es wichtig, Holz gezielt und sparsam einzusetzen. Stroh kann hier einen wesentlichen Beitrag als schnell nachwachsender Reststoff leisten, der CO2 speichert ohne Waldökosysteme zu belasten. So kann der Strohbau den Holzbau entlasten und zugleich weiter voranbringen. Genau an dieser Schnittstelle arbeite ich als Architekt.
Großprojekte in Strohbauweise wie das 12‑stöckige Mehrfamilienhaus ETC Hyllie in Malmö oder das 155.000 m2 große Logistikzentrum LCW in Lelystad mit 41.000 m2 Strohwänden zeigen zudem, dass die Skalierbarkeit erreicht ist, der Brandschutz funktioniert und eine nachhaltige CO2‑Reduktion möglich ist.

Weiteres ist in Vorbereitung, bleibt gerne dran. 📩